Sebastian Bohrn Mena, ein unkonventioneller Sozialdemokrat mit originellen Ideen

 

Es ist der 25 November 2016. Der Tag an dem Fidel Castro starb. Die Mitglieder der Sektion ohne Namen, Niko Kern und Robert Pospichal, treffen sich mit Sebastian Bohrn Mena, um bei einem kubanischen Espresso im Café Frei, über Unterschiede, Gemeinsamkeiten und mögliche Synergien zu sprechen.

 

So wie die Sektion ohne Namen beschreitet Sebastian Bohrn Mena Wege abseits der herkömmlichen Straße. Tierschutz, keine der derzeitigen SPÖ Kernkompetenzen, ist ihm ein großes Anliegen, mit dem er ein ganz neues Publikum anspricht und begeistert.

Als Sohn einer Mutter die als politisch Verfolgte aus Chile geflüchtet ist, sind ihm Menschenrechte sehr wichtig und seine soziale Ader reicht tief. Dies zeigt sich unter anderem dadurch, dass er in seiner Jugend Mitglied der ÖVP war, es dort jedoch, auf Grund ihres mangelhaften Einsatzes für Menschlichkeit und Verteilungsgerechtigkeit, nicht ausgehalten hat und seinem Herz gefolgt ist.

Er hat unterschiedliche politische Stationen durchlebt, von den Roten Falken als Kind über abtrünnige Jugendjahre bei der ÖVP-nahen „Fraktion Christlicher Gewerkschafter“. Schnell hat er sich jedoch auf seine Wurzeln zurück entsinnt und ist 2009 der SPÖ beigetreten.

Sprachrohr für seine politischen Positionen sind vor allem sein Internetauftritt bohrn-mena.at und seine Facebook Page. Er erreicht dort knapp 40.000 Menschen, was für eine ‘politische Privatperson’ – wie er sich selbst bezeichnet,  bemerkenswert ist.

Mit #aufanKaffee will Sebastian diesen Menschen sozialdemokratische EntscheidungsträgerInnen näher bringen. Ihm ist es wichtig, den Menschen hinter der Funktion zu zeigen, was in klassischen Medien oft nicht möglich ist. Gerade in Zeiten der Politikverdrossenheit kann so ein zwangloser Zugang neue Perspektiven ermöglichen und WählerInnen wieder zeigen wie die Personen hinter der Sachpolitik ticken.

Im Zuge der Kampagne hat Sebastian Personen wie etwa den damaligen Bundespräsidentschaftskandidaten Rudolf Hundstorfer, den Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Parlamentsfraktion Andreas Schieder, den Obmann des Vereins gegen Tierfabriken Martin Balluch, oder die stellvertretende Bezirksvorsteherin Astrid Rompolt getroffen. Eines hatten alle seine Besuche gemein: Sie haben ein Bild der Person gezeigt, dass so noch nicht bekannt war.

Sebastian bohrn mena spö

Mit seinem neuen Format #unsere Basis will er jetzt einen anderen Zugang finden. Er stellt umgekehrt Personen aus der Basis vor, die sonst nicht im Rampenlicht stehen. Ein Euphemismus dafür, dass sie fast unsichtbar sind. Sein Wunsch ist, die Motive der Basis darzustellen. Was bewegt sie? Wieso setzen sie sich für die Sozialdemokratie ein? Damit zeigt Sebastian zum Einen wie breit und vielfältig die sozialdemokratische Bewegung ist. Zum Anderen bietet er damit SozialdemokratInnen eine Bühne, die ihre Inhalte nicht über klassische Medien transportieren können. Er versucht das durch die Medien verzerrte Bild der Sozialdemokratie ein Stück weit zurechtzurücken und die Basis aus seiner eigenen Perspektive darzustellen.

Das Prozedere ist denkbar einfach: Sebastian trifft SPÖ Mitglieder aus unterschiedlichen Bezirken mit denen er Perspektiven teilt. Bei einem lockeren Gespräch macht er sich ein genaueres Bild von seinem gegenüber und am Ende wird ein Foto gemacht.  Die gewonnen Eindrücke werden von ihm verschriftlicht und auf seiner Facebook Seite publiziert.

Beide Kampagnen sind für uns ein gutes Beispiel für die Öffnung der Partei und die kritische Auseinandersetzung mit sozialdemokratischen Themen wie auch wir sie in der Sektion ohne Namen vorantreiben wollen. Auch sein transparentes Vorgehen ist für uns beispielhaft.

Die Sektion ohne Namen, sowie Sebastian Bohrn Mena, sorgen sich nicht nur aktiv um die kleineren Strukturen, sondern machen sich ständig Gedanken darüber, wie man den eingestaubten Parteiapparat reformieren könnte. Wie man es bewerkstelligt, dass Gelder nicht in sinnlosen Kampagnen versickern, sondern effizient eingesetzt werden können. Oder wie man einfache Parteimitglieder und Interessenten besser in das System einbinden kann.

Wir bedanken uns ganz herzlich für dieses konstruktive Gespräch und sind begeistert, dass wir nicht alleine sind, wenn wir uns Gedanken über die großen Zusammenhänge machen und zeitgleich die Basis aktiv einbinden wollen. Das ist der richtige Weg und es erfüllt uns mit Freude, dass wir mit Persönlichkeiten wie Sebastian Bohrn Mena zusammenarbeiten können.

 

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